Nach einer wahren Geschichte…

»Die Feen von Cottingley« von Ana Sender.

Elsie und Frances lieben es, im Wald von Cottingley zu spielen. Da tauchen auf einmal Feen auf, die singen, tanzen und mit den Mädchen herumalbern. Elsie und Frances beschließen, die Feen zu fotografieren. Zu ihrer eigenen Überraschung sorgen die Fotos für einen großen Wirbel. Auch der Sherlock-Holmes-Autor Arthur Conan Doyle glaubt an die Authentizität der Fotos und mit ihm viele andere. Nun ist aber die Ruhe im Wald bedroht …

Ana Senders entführt uns mit ihren warmherzigen und humorvollen Illustrationen in eine fantastische Bildwelt. Wir haben die Autorin und Illustratorin zum Gespräch getroffen.

NordSüd Verlag: Liebe Ana, was hat dich zu diesem Buch inspiriert? Wie bist du auf die Geschichte der Cottingley Feen gestoßen?

Ana Sender: Als ich ein Teenager war, hörte ich zum ersten Mal von dieser Geschichte. Zu dieser Zeit kamen einige Filme, die auf dieser Geschichte basierten, in die Kinos. Feen gab es schon immer in meinem Leben, darum hat mich die Geschichte auch besonders interessiert. Ich habe dann die Texte von Arthur Conan Doyle über dieses Thema gelesen und wurde fast ein bisschen besessen.

Es war dann aber der Verlag Tres Tigres Tristes, der die Idee hatte, aus dieser Geschichte ein Buch zu machen. Wir sprachen schon länger über ein Projekt, in welchem es um den Wald und fantastische Wesen gehen sollte. Eines Tages fragten sie mich, ob ich die Geschichte kenne und ob ich damit was machen wollte.

Ana Sender am Arbeiten.

NSV: Welche Mittel hast du für deine Illustrationen verwendet?

AS: Ich verwendete für diese Geschichte Graphit- und Buntstifte und Photoshop für kleinere Retuschen.

NSV: Wie sah deine Kindheit in Spanien aus? Hattest du schon immer eine große Fantasie?

AS: Ich war ein sehr introvertiertes Kind und lebte in meiner eigenen fantastischen Welt. Ich wuchs in einer Stadt in der Nähe von Barcelona auf. Leider hatte ich in der Schule nur wenig Freunde, weil alle dachten, ich sei komisch und ich dachte, alle anderen seien blöd. 

Irgendwann traf ich aber ein Mädchen, das genau so komisch war wie ich und seither sind wir die besten Freundinnen.

Ich lebte in einem Haus voller Bücher. Meine Großmutter erzählte mir Feengeschichten und meine Mutter zeichnete magische Landschaften und blaue Wesen. Ich habe es ihnen wohl nachgemacht, denn ich las und zeichnete die ganze Zeit meine eigenen Geschichten.

Das Arbeitszimmer von Ana Sender.

An den Wochenenden und in den Ferien fuhren meine ganze Familie und ich in ein abgelegenes Dorf, in welchem wir ein kleines Haus besaßen. Im Wald rund um das Häuschen fühlte ich mich so richtig wohl und erlebte aufregende Abenteuer. Die Geschichte der Cottingley Feen wurde real!

Mit meiner Freundin suchte ich Verstecke im Dickicht und dort fanden wir einen alten Baum mit einem Loch. Natürlich war das ein Feenhaus! Ich habe den Feen Geschenke gebracht und einmal baute ich ihnen sogar einen Swimming Pool.

Aussicht ins Grüne.

NSV: Kannst du dich also mit den Mädchen in der Geschichte gut identifizieren?

AS: Ja, auch für mich ist es manchmal schwer, Träume von der Realität zu unterscheiden. Aber das ist absolut in Ordnung so.

NSV: Vielen Dank für das Gespräch, liebe Ana!

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